Bildungsqualität sichern!

Argumente für die Aargauer Bildungsinitiative

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Bildung und Bildungsqualität sind grundlegende Aufgaben unseres Kantons. Es ist deshalb seltsam, dass Kinder gemäss unserer Kantonsverfassung zwar Anspruch auf Bildung an öffentlichen Schulen haben, diese aber nicht zu entsprechender Qualität verpflichtet werden.

Mit unserer Initiative wollen wir in der Verfassung verankern, dass Kanton und Gemeinden zu flächendeckend qualitativ guter Bildung verpflichtet werden.

Diese Verpflichtung stellt sicher, dass Bildungsqualität zukünftig weniger von kurzfristigen politischen Grosswetterlagen abhängig ist. Damit entsteht für die Kinder und die Jugendlichen Verlässlichkeit und Klarheit. Eltern können sich darauf verlassen, dass ihre Kinder optimal gefördert werden.

Kind und Lehrperson klatschen sich ab
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Ein Verfassungsgrundsatz ist zwar nicht so schnell wirkend, wie eine Gesetzesanpassung, dafür kann man Gesetze viel einfacher ändern. Es ist deshalb nötig, den Kanton und die Gemeinden in der Verfassung zu Bildungsqualität zu verpflichten. Daraus können anschliessend qualitätsfördernde Massnahmen abgeleitet werden.

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Der Lehrberuf ist anspruchsvoller geworden. Die Ansprüche von Erziehungsberechtigten und Gesellschaft an die Schule steigen. Administrative und andere nicht-unterrichtsbezogene Aufgaben nehmen mehr Raum ein.

Die Folge: Es bleibt weniger Zeit für den Unterricht und damit für die Förderung, Bildung und Unterstützung der Kinder und Jugendlichen. Sie sind aber die dringend notwendigen Fachkräfte von morgen!

Es ist deshalb entscheidend, dass dem bestehenden Personal Sorge getragen wird.

Unsere Initiative will explizit, dass Lehrpersonen administrativ entlastet werden und ihre Arbeit wieder in erster Linie den Schülerinnen und Schülern zugutekommt.

Ausserdem muss dafür gesorgt werden, dass alle Lehrpersonen und schulischen Fachpersonen eine gute Ausbildung und ein entsprechendes Professionswissen haben.

Damit erhalten die Kinder Verlässlichkeit und Stabilität. Es entstehen tragfähige Beziehungen und wir können unseren Kindern die bestmögliche Bildung geben. Zum Wohle von uns allen.

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Die Pensionierungswelle wird im Kanton Aargau noch länger anhalten. Zudem ist auch das Bevölkerungswachstum stärker als in anderen Kantonen. Deshalb bleibt der Lehrpersonenmangel im Aargau noch länger sehr angespannt.

Wir müssen dafür sorgen, dass mehr Personen die Ausbildung absolvieren. Dazu braucht es Anreize und Unterstützung, damit Personen ohne pädagogische Ausbildung diese nachholen können. Ebenso muss der Studiengang für Quereinsteigende attraktiver werden.

Werden bestehende Lehrpersonen administrativ entlastet, können diese wieder in grösseren Pensen arbeiten. Es gibt weniger Krankschreibungen, was kostendämpfend wirkt. Schulleitungen können sich wieder auf Schulentwicklung konzentrieren und müssen nicht dauern nach Stellvertretungen und Notlösungen suchen.

Die Bildungsqualität steigt. Kinder und Jugendliche profitieren. Ziel muss sein, dass 95 Prozent aller Erwachsenen ein Fähigkeitszeugnis oder eine Matura haben. Leute mit einem solchen Abschluss landen seltener in der Sozialhilfe. Sie erhalten die Grundlage für ein selbstbestimmtes, eigenverantwortliches Leben. Das spart auch wieder Geld. Bildung ist also eine Investition in unsere gemeinsame Zukunft!

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Weitere Argumente und Erklärungen finden Sie bei den FAQ.

Flyer Ja zur Bildungsqualität!